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Informationen über die Umsetzung der Synode

Synodenumsetzung, Teilprozessgruppen, Pfarrei der Zukunft - viele Begriffe und Informationen sind zu lesen und zu hören. Damit verbunden sind viele Fragen und Unsicherheiten. Und aktuell gibt es ein Stopp aus Rom, weil verschiedene rechtliche Fragen zu klären sind.
Dennoch soll hier über Themen informiert werden, die bei der bisher geplanten Umsetzung eine zentrale Rolle spielen. Ein erster Artikel setzt zwei Schwerpunkte. Wir wollen Sie informieren, wie es mit den Räten weitergeht, bis die neue Pfarrei gegründet wird und was mit dem Begriff „Orte von Kirche“ gemeint ist.

Orte von Kirche

Wenn die vatikanischen Behörden die bisherigen Überlegungen absegnen, soll am 1. Januar 2021 oder später aus den sechs Pfarreiengemeinschaften Bous-Ensdorf, Saarlouis links der Saar, Saarlouis rechts der Saar, Saarwellingen, Überherrn und Wadgassen sowie der Pfarrei Heilig Kreuz Schwalbach eine Pfarrei werden.

Es geistert in vielen Köpfen die Vorstellung herum, dass es sich um ein unüberschaubares und riesiges Gebilde handelt, das mit den Menschen vor Ort nichts mehr zu tun hat. Viele fragen sich gerade auch, ob dabei nicht das Gemeindeleben „auf der Strecke bleibt“. Das Gegenteil ist der Fall, denn es ist vorgesehen, dass sich aus vielen sogenannten „Orten von Kirche“ das Leben in der Pfarrei gestalten wird.

Der Begriff „Orte von Kirche“ ist sehr facettenreich. Er umfasst Gruppen, Initiativen, Projekte und Orte,

  • die aufgrund eines speziellen Themas zusammen sind (Eine-Welt-Kreise, Pilgergruppen, Chöre, …),

  • die ein lokales Anliegen haben und sich vor Ort um lokale Aufgaben kümmern (Gruppe kümmert sich um eine bestimmte Kirche oder Kapelle, lokales Team am Ort einer ehemaligen Pfarrei plant Veranstaltungen und Feste, …),

  • die auf bestimmte Zeit oder auf Dauer eine bestimmte Aktion oder eine bestimmte Zielgruppe in den Mittelpunkt stellen (Spielkreise, Frauen – und Männergruppen, Jugendgruppen, …) und

  • die in kirchlicher Trägerschaft sind oder an denen Kirche präsent ist, sowie kirchliche Einrichtungen (katholische Kitas, Pilgerstätten, …).

Durch die Vielseitigkeit der einzelnen Orte von Kirche wird die Lebendigkeit und das Leben der Kirche vor Ort bewusst. Die Orte von Kirche können ehrenamtlich getragen werden. Vorgesehen ist, dass die Orte von Kirche ihren Unterstützungsbedarf benennen können und ihn, soweit möglich, erhalten. So werden Gruppen in ihrer Selbstständigkeit und das kirchliche Leben vor Ort gestärkt.

Die mindestens zweimal jährlich stattfindende Synodalversammlung bietet die Möglichkeit, Orte von Kirche miteinander in Kontakt zu bringen und zu vernetzen.

Schon jetzt kann in den Pfarrgemeinden geschaut werden, welche Orte von Kirche es bereits gibt und wo sich vielleicht neue bilden können.

Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen gerne bei diesen Überlegungen.

Übergang der Räte

Die Amtszeit der aktuellen Pfarrgemeinderäte endete 2019. Gleiches gilt für die Kirchengemeinderäte und die Hälfte der Mitglieder der Verwaltungsräte.

Damit die verschiedenen Räte ihre Geschäfte über das Ende der Amtszeit fortführen können, gibt es ein Übergangsmandate. Das bedeutet konkret: Die bisherigen Mitglieder der Räte wurden gebeten, ihre Aufgabe bis zum Beginn der neuen Pfarrei fortzuführen. Von 154 gefragten Ratsmitgliedern im Dekanat Saarlouis haben 116 zugestimmt, ihre Aufgabe übergangsweise weiter zu führen und 26 haben sich nicht ausdrücklich geäußert im Bewusstsein, dass dies einer Zustimmung gleich kommt. Nur 12 haben eine Verlängerung ihrer Amtszeit abgelehnt.

Bei den Verwaltungsräten war dies anders. Der Unterschied ergibt sich aus der Tatsache, dass bei jeder Verwaltungsratswahl, die alle vier Jahre stattfindet, nur die Hälfte der Mitglieder durch die Pfarrgemeinderatsmitglieder neu gewählt wird. Eine Amtszeit im Verwaltungsrat beträgt acht Jahre. So ist ein kontinuierliches Arbeiten gewährleistet.

Für die Ende 2019 ausscheidenden Mitglieder der Verwaltungsräte haben die Pfarrgemeinderäte, wie bislang, Mitglieder nachgewählt. Die Amtszeit für alle Verwaltungsratsmitglieder wird dann ebenfalls mit der Gründung der neuen Pfarrei enden.

Um den ersten Rat der Pfarrei zu bilden, wählt die Wahlversammlung, die aus allen Mitgliedern der Pfarrgemeinde-, Verwaltungs- und Kirchengemeinderäte besteht, 30 Personen.