Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner ablegt werden). Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen auf der Homepage des Dekanates Saarlouis. Hier finden Sie Aktuelles, unsere Angebote und Informationen über das Dekanat Saarlouis und die Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften. Wenn Sie Wünsche, Fragen oder Anregungen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Hochwasserkatastrophe an Ahr, Mosel und Rhein

Die Bilder von der Ahr, der Mosel und vom Rhein erschüttern uns. Viele kennen Menschen in den Hochwassergebieten - oder sind selbst betroffen. Den Toten und Hinterbliebenen gilt unser Gedenken und Mitgefühl, den Helferinnen und Helfern unser Dank und unsere Hochachtung. Leider sind nicht alle Nachrichten, die zu diesem Thema verbreitet werden, seriös und entsprechen nicht der Realität. Daher möchten wir auf die Informationen des Bistums verweisen. Diese und der Hinweis auf Möglichkeiten der Unterstützung der Opfer und der vielfältigen Rettungsaktionen finden Sie unter folgendem Link: www.dasein.bistum-trier.de/handeln/hochwasser/ (auch erreichbar über die Kurzadresse www.t1p.de/hochwasser-hilfe).

Die Pastoralreferenten im Dekanat Saarlouis sind weiterhin für Sie telefonisch erreichbar unter den bekannten Telefonnummern:

  • Rolf Friedsam 06831/76995512
  • Sven Hogen 06831/76995513
  • Reinhold Hedrich 06831/76995514
  • Michael Mlynski 06831/76995515


Machen Sie es gut und bleiben Sie gesund!

Ihre Seelsorger im Dekanat Saarlouis

Sorgentelefone und Hilfsangebote

Auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie der SHG Klinik Merzig hat ein Sorgentelefon geschaltet:

https://mzg.shg-kliniken.de/index.php?id=7411&L=572

Erfahrene Fachleute stehen dort täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr unter den Telefonnummern +49(0)6861/705-1751 und +49(0)6861/705-1991 bereit.

 

Die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier haben Tipps für das Leben im Corona Alltag bereit gestellt:

https://www.lebensberatung.info/tipps-fuer-das-leben-im-corona-alltag/

 

Nächster Schritt zur Umsetzung der Synodenergebnisse erfolgt lokal

Sondierung - Die Situation vor Ort im Blick

Saarlouis – Wie kann das kirchliche Leben in Zukunft gestaltet werden? Diese Frage stellt sich das Bistum Trier. Die Ergebnisse der Synode geben darauf Antworten und Hinweise. Um die daraus resultierende Veränderung und Neuorientierung umzusetzen, erfolgt nun ein weiterer Schritt: In einer Sondierungsphase wird die individuelle Situation der Pfarreien vor Ort in den Blick genommen von diözesanen und lokalen Sondierungsbeauftragten, die zur Zeit im künftigen Pastoralen Raum Saarlouis unterwegs sind.

"Wir bringen unser Wissen über die spezifische Situation der Orte, der unterschiedlichen Gruppen sowie Gremien ein“, erklärt Pastoralreferent Rolf Friedsam (Dekanat Saarlouis) aus dem Team, das von Bischof Dr. Stephan Ackermann mit der Sondierung beauftragt ist. Diesem Team gehören weiterhin an als lokal Beauftragte Gemeindereferentin Tanja Theobald (Pfarreiengemeinschaft Überherrn), Pastoralreferent Benedikt Achtermann (Dekanat Wadgassen) und die beiden diözesanen Beauftragten Alexandra Schmitt und Jörg Sonnet, die eine weitere Perspektive einbringen. „Als Team planen und leiten wir gemeinsam die Sondierungsphase mit Blick auf die lokalen Bedürfnisse“, betont Benedikt Achtermann die enge Zusammenarbeit zwischen den lokalen und diözesanen Beauftragten. Bis zum 30. Juni wird das Team zusammen mit weiteren Ehren- und Hauptamtlichen, die gemeinsam die Steuerungsgruppe für den Pastoralen Raum Saarlouis bilden, mit den hauptamtlichen pastoralen Mitarbeitenden und den Mitgliedern der Räte im Pastoralen Raum Saarlouis Gespräche führen.

„Bei der Sondierung geht es insbesondere darum, die Bedingungen für mögliche Zusammenschlüsse von Pfarreiengemeinschaften detailliert und umfassend zu betrachten“, erläutert Tanja Theobald. In den kommenden vier Jahren sollen sich die Pfarreien bzw. Kirchengemeinden auf der Ebene der heutigen Pfarreiengemeinschaften und darüber hinaus zu neuen Pfarreien zusammenschließen. „Wie gestaltet sich die personelle Situation in der Pfarrei? Gibt es Vakanzen im Bereich der Hauptamtlichen? Finden sich noch KandidatInnen für die Rätearbeit? Wie sieht der wirtschaftliche Rahmen, in dem sich die Kirchengemeinde (zukünftig) bewegen kann, aus?“, nennt Jörg Sonnet einige Fragen, die es zu stellen gilt.

Außerdem werden Pastorale Räume gebildet, die in ihrem Zuschnitt den ursprünglich geplanten „Pfarreien der Zukunft“ entsprechen. Die neuen Räume sollen helfen, die Vision der Synode von einer diakonischen und missionarischen Kirche umzusetzen, indem sie die Pfarreien unterstützen und für verbindliche Entwicklung sorgen.

So entsteht ein Überblick über die Schritte, die für die Entwicklung der Pfarreien und zur Gründung des Pastoralen Raumes notwendig sind. Für die Verantwortlichen vor Ort und die Bistumsleitung ergibt sich daraus eine Übersicht über den jeweiligen zeitlichen Rahmen, der den örtlichen Prozessen eingeräumt werden muss, und welchen Klärungs- und Begleitungsbedarf es auf dem Weg noch gibt. 

Weitere Informationen und Kontaktdaten: www.dekanat-saarlouis.de und www.dekanat-wadgassen.de.
Allgemeine und umfassende Informationen zur Sondierungsphase im Bistum Trier gibt es auf www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/sondierungsphase/.  

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar

Der 27. Januar wird in Deutschland seit 1996 als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte den 27. Januar 2005 zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist in diesem Jahr leider keine Gedenkveranstaltung mit vielen Menschen an einem Ort möglich, wie sie im letzten Jahr in Saarlouis als Tagesveranstaltung unter Teilnahme von Menschen aus allen Generationen in der Evangelischen Kirche stattgefunden hat.

Daher haben sich der Ökumenische Arbeitskreis Saarlouis zusammen mit Lehrerinnen und Lehrern des Max-Planck-Gymnasiums und des Gymnasiums am Stadtgarten entschieden, das Gedenken 2021 in einer dezentralen Form durchzuführen. Mitglieder des Ökumenischen Arbeitskreises und der Kollegien der beiden Gymnasien werden einzeln oder zu zweit am Mittwoch, dem 27. Januar, im Laufe des Vormittags die Stolpersteine in Saarlouis und den Alten Friedhof als Gedenkorte aufsuchen. Dort wird der Personen aus Saarlouis gedacht, die Opfer des Nationalsozialismus geworden sind, und eine Blume niedergelegt.

Der Präsident der Deutschen Sektion der Internationalen Friedensbewegung Pax Christi, Peter Kohlgraf schreibt zu diesem Gedenktag: „... Auch wenn extreme Formen der Leugnung des Holocaust selten sind, ist doch erkennbar, dass auch im Spektrum politischer Parteien rechtsextreme, rassistische oder den Nationalsozialismus verharmlosende Positionen Platz finden. Daher ist Gedenken am 27. Januar nicht mehr nur Teil geschichtlicher Selbstvergewisserung, sondern auch Aufforderung zu einer kritischen Sicht auf die Zukunft hin.

“Dieses Gedenken wollen die Mitwirkenden auch in diesem Jahr in Saarlouis öffentlich wach halten. Sie laden alle dazu ein, sich dem am 27. Januar in einer persönlichen, privaten Form anzuschließen, und hoffen darauf, 2022 wieder zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung einladen zu können.

Weitere Auskünfte beim Dekanat Saarlouis, Kleinstraße 58, in Saarlouis-Lisdorf, Telefon 06831/769955-15, www.dekanat-saarlouis.de

Holocaust-Gedenktag 27. Januar – Ein Tag gegen das Vergessen - Die Erinnerung bewahren

Wir gedenken heute der Millionen Opfer, die durch die Nationalsozialisten verfolgt und ermordet worden sind.
Wir wollen die Erinnerung an diese Menschen und ihr Schicksal wachhalten.
Auch wenn die Tiefe und das Ausmaß dieses Leidens und Sterbens nicht zu erfassen sind.
Jüdische Menschen, Sinti und Roma, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, behinderte Menschen, Homosexuelle, Bibelforscher, Pazifisten, Kriegsdienstverweigerer, Kommunisten und Sozialdemokraten, Christen und viele andere sind wegen ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer Gesinnung gequält und umgebracht worden.
Eine noch nie dagewesene Vernichtung menschlichen Lebens –physisch wie psychisch.

Jede und jeder einzelne hat das Recht auf Erinnerung.
Wir wollen so ihre Würde und ihr Recht auf Leben hervorheben, das ihnenvon den Mördern abgesprochen worden ist.
Im Dritten Reich haben sich Menschen zum Herrn über Leben und Tod gemacht.
Sie haben anhand abstruser Rassegedanken festgelegt, wer lebenswert und wer lebensunwert ist.
So sind Millionen ermordet worden.

Gerechtigkeit kann ihnen nicht mehr widerfahren.
Das Grauen, die Schmerzen, die Ängste, die Verzweiflung, Ohnmacht, die Entmenschlichung, die Misshandlungen, das Abstumpfen, die Kämpfe um ein Stück Brot, das elende, qualvolle Sterben ...

Gerechtigkeit kann ihnen nicht widerfahren.
Aber Gedenken ist möglich -und notwendig.

Vertreterinnen und Vertreter des Stadtgartengymnasiums, des Max-Planck-Gymnasium und des Ökumenischen Arbeitskreises gedenkenan allen Stolpersteinen und an Orten ihres Lebens in Saarlouis stellvertretend der Menschen, die hier gelebt haben. Wir gedenken der verfolgten und ermordeten Menschen, weil sie Menschen waren. Wir gedenken ihrer, weil sie zu uns gehörten. Sie waren Deutsche, Nachbarn, Freundinnen und Freunde, sie waren Bürgerinnen und Bürgerdieses Landes. Sie sollen nicht vergessen sein.

Wir gedenken ihrer, weil wir uns der Verantwortung unserer Geschichte stellen und weil wir eine Gesellschaft wollen, in der alle Menschen gleichberechtigt und mit unveräußerlichen Rechten leben. Gerade in einer Zeit, in der sich Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit erneut ausbreiten, wollen wir ihrer gedenken. Die Gräuel und die Verbrechen der Nazis werden auch heute noch von vielen Menschen, auch von Parteien verharmlost. So verhöhnen sie die Opfer undihre Angehörigen. Ihr Schicksal bleibt für alle Zeiten ein Mahnmal, wie grausam und bestialisch der Mensch sein kann.

Erinnern ist Teil unserer Menschlichkeit. Sie macht uns aus. Erinnern macht uns menschlich.

Ökumenischer Arbeitskreis Saarlouis
Saarlouiser Gymnasium am Stadtgarten
Max-Planck-Gymnasium Saarlouis

Gedenken am 27.01.2021 in Roden-Thirionstraße 6&9

Und wenn diese meine Haut zerschlagen sein wird,
so werde ich ohne mein Fleisch Gott schauen.
Hiob

Dein Leib im Rauch durch die Luft

O die Schornsteine
Auf den sinnreich erdachten Wohnungen des Todes,
Als Israels Leib zog aufgelöst in Rauch
Durch die Luft –
Als Essenkehrer ihn ein Stern empfing
Der schwarz wurde
Oder war es ein Sonnenstrahl?

O die Schornsteine!
Freiheitswege für Jeremias und Hiobs Staub –
Wer erdachte euch
und baute Stein auf Stein
Den Weg für Flüchtlinge aus Rauch?

O die Wohnungen des Todes,
Einladend hergerichtet
Für den Wirt des Hauses, der sonst Gast war –
O ihr Finger,
Die Eingangsschwelle legend
Wie ein Messer zwischen Leben und Tod –

O ihr Schornsteine,
O ihr Finger,
Und Israels Leib im Rauch durch die Luft!

Nelly Sachs

Wir gedenken der Opfer des Nationalsozialismus und erinnern an ...

Nikolaus Brünnet

Nikolaus Brünnet wurde am 25.01.1902 in Saarlouis-Roden, Thirionstr. 6, geboren. Er starb am 18.03.1945 im Zuchthaus
Siegburg an Fleckfieber.

Nikolaus Brünnet war Hüttenarbeiter und Mitglied der KPD. Seit dem 29.09.1940 war er in U-Haft im Polizei-Gerichts-
Gefängnis Berlin, da er Saaremigrant war. Er wurde am 27.04.1941 wegen Landesverrats zu sechs Jahren Zuchthaus
verurteilt. Vom Zuchthaus Amberg kam er über Ludwigsburg und Zweibrücken nach Siegburg.

Wir protestieren entschieden gegen den Versuch, politisch Andersdenkende zu verfolgen und sie mundtot zu machen.
Wir bekennen uns zu Toleranz und Meinungsfreiheit, solange diese Meinung anderen Menschen mit Respekt begegnet.

27. Januar 2021
Ökumenischer Arbeitskreis Saarlouis

Familie Hanau

Gabriel Hanau (* 1853 in Beaumarais, gest. 1936 in Wiesbaden) war 1906 Mitglied der Repräsentantenversammlung der Synagogengemeinde Saarlouis und wohnte mit seiner Frau Susanne Wolff (* 1858 in Kobern, gest. 1942 in Theresienstadt) in Saarlouis-Roden in der Kirchenstr. 30 (heute Thirionstraße 9).

Am 25.11.1918 meldete er dort einen Pferdehandel an. Das Ehepaar hatte fünf Kinder, von denen vier dem Nazi-Terror
zum Opfer fielen.

Die Kinder Theodor (* 1884 in Roden), Rosa (* 1886 in Roden), Golda (* 1888 in Roden) lebten 1941 in einem
Judenhaus in Wiesbaden. Von dort aus wurden sie in die Vernichtungslager deportiert. Theodor ermordeten die Nazis
1944 in Auschwitz und seine Schwester Rosa 1943 im Vernichtungslager Sobibor. Golda kam 1942 in das Ghetto
Theresienstadt und starb dort 1943. Flora (* 1891 in Roden) wurde am 28.09.1942 von Darmstadt nach Theresienstadt
deportiert. Von dort kam sie nach Auschwitz, wo sie 1943 starb.

Wir bekennen uns zur unverletzlichen Würde und Gleichheit aller Menschen und protestieren entschieden gegen die
Bewertung und Ungleichbehandlung von Menschen nach ihrer Herkunft und Volkszugehörigkeit!

27. Januar 2021
Ökumenischer Arbeitskreis Saarlouis

Günter Massonne

Er wurde am 22.10.1928 in Saarlouis-Roden, Thirionstr. 6, geboren und starb am 02.03.1943 in Hadamar.

Da seine Eltern 1935 nach Frankreich emigrierten (Vater Nikolaus war Franzose), wuchs Günter im Haushalt der Großeltern auf. Er war kleinwüchsig, konnte nicht gehen und sprechen. Neun Monate verweilte er in einem Kinderheim in Brandenburg. Am 12.09.1942 wurde er in die Heilerziehungs- und Pflegeanstalt Scheuern eingewiesen; fünf Monate später kam er nach Hadamar, wo er im Rahmen des Euthanasie-Programms verstarb.

Wir bekennen uns zur unverletzlichen Würde und Gottesebenbildlichkeit eines jeden Menschen!

27. Januar 2021
Ökumenischer Arbeitskreis Saarlouis